Austauschprogramme / Empfehlschreiben

3 neue Antworten [Letzter Beitrag]
Uhlmarc
Offline
Beigetreten: 29.09.2009
Beiträge: 2
Points: 1

Hallo zusammen!

Ich interessiere mich für ein Auslandssemster Herbst 2011 oder Frühling 2012, vor allem für Australien oder Stockholm. Für ein solches Austauschprogramm muss man sich bewerben, da pro Jahr nur etwa 3 Studierende akzeptiert werden.

Meine Frage ist nun, ob jemand schon Erfahrungen gesammelt hat bzw. jemanden kennt der es probiert hat. Auf was achten die Leute? Was wollen sie hören? Wie kann man seine Chancen erhöhen?

Es gelten folgende Anforderungen:

* Gesuch mit Begründung/Motivationsschreiben
* Lebenslauf inkl. Angaben über bisherige Nebenaktivitäten
* Zeugnisse und/oder Datenabschrift (Transcripts)
* Empfehlungsschreiben einer/s Hauptfach-dozierenden (Ordinaria oder Extraordinaria ) und Bestätigung, dass die in Australien erbrachten Studienleistungen in Basel anerkannt werden.
* Angabe von drei Universitäten nach Präferenz
* Nachweis über den TOEFL-Test

Hat schon jemand Erfahrungen gemacht mit dem Einholen von Empfehlungen? Einfach fragen? Wird sich wohl kein Dozent an einzelne Studenten erinnern geschweige denn beurteilen können, ob er/sie fähig ist.

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

Gruss

schomi
Bild des Benutzers schomi
Offline
Beigetreten: 04.01.2010
Beiträge: 23
Points: 3
AW: Austauschprogramme / Empfehlschreiben

Gewisse Professoren geben solch ein Schreiben ziemlich schnell raus. Andere wollen zumindest ein Motivationsschreiben und den übrigen musst du in der Vorlesung aufgefallen sein oder idealerweise hast du sogar eine Seminararbeit bei ihnen verfasst.

Am besten du sprichst den Professor mal persönlich (!!) an und schilderst ihm deine Situation. Dann wirst du schon sehen, was seine Bedingungen für ein solches Schreiben sind.

Soweit ich weiss, ist dieses Schreiben nur intern (also innerhalb der Unibas) von Bedeutung. Dementsprechend denke ich, dass es egal ist, welchen Professor du fragst, da der Ruf des Profs nicht ausschlagen geben sein wird (schätze ich...).

Umso wichtiger könnte es sein, was der Professor von dir hält.

Eigene Erfahrungen zwecks Austausch:
Ein eher mässiges Zeugnis im ersten Semester erhalten, in welchem der Prof darauf hingewiesen hat, dass ich noch nicht einmal eine Prüfung bei ihm geschrieben habe. Er hat allerdings Rückschlüsse auf Motivation und Sprachkenntnisse (habe ihm ein Motivationsschreiben plus Maturzeungis etc zukommen lassen) gemacht.

Zwecks Praktikum habe ich dann von einen anderen Prof ein ausführliches Schreiben erhalten, da ich bei ihm eine Vorlesung besucht habe und die Seminararbeit bei ihm verfasst habe.

Mein Tipp:

Versuche bei deinem Wunsch-Prof ein paar Vorlesungen lang (positiv) aufzufallen, sprich melde dich, falls du was (sinnvolles) beizutragen hast und gehe nach der Vorlesung auf ihn zu, idealerweise mit guten, konstruktiven Fragen/Beiträgen. Sobald du das Gefühl hast, dass er dich ein wenig kennt, spreche ihn darauf an.
Nachteil: Normalerweise hast du dann noch keine Prüfung bei ihm geschrieben, allerdings kannst du ihm jo deinen Leistungsausweis zukommen lassen.

Hoffe dir ist geholfen... Sonst nachfragen ;)

Marty Bishop
Offline
Beigetreten: 26.12.2008
Beiträge: 61
Points: 0
AW: Austauschprogramme / Empfehlschreiben

Ein guter Freund von mir hat in seinem Bachelor-Studium der Ökonomie an der Universität Basel dieses Prozedere beginnend im 3. Semester (!) im Hinblick auf das 5. Semester durchgemacht.

Es braucht also schon recht viel Durchhaltevermögen, einen Austausch zu Stande zu bringen (jetzt mal nur schon auf den Themenkreis "Empfehlungsschreiben von Professoren" bezogen.

Es ist halt normalerweise die Regel, dass die Professoren den Studenten nicht kennen und selbst hochgradig überfordert sind, ein solches Empfehlungsschreiben auszustellen.

Es ist eine Charakteristik, dass die Studenten mit den Professoren in Europa ein sehr distanziertes Verhältnis haben. Während meiner Studienzeit hatte ich ziemlich oft mit US-amerikanischen, kanadischen und australischen Professoren zu tun - Das Verhältnis, das die Profs da zu den Studenten haben ist ein ganz anderes. Dies allerdings erst, wenn man ein bis zwei Vorlesungen belegt hat, beim jeweiligen Prof.
Meiner Meinung nach kann man in Basel 5 Vorlesungen beim gleichen Prof belegen und er will einen immer noch nicht kennen!

Also: einen Austausch Anfangs Bachelor ist schwierig zu realisiern, deshalb Hut ab vor denen, die dies anstreben und Hut ab sowie Verbeugung vor denen, die es schaffen (wie eben mein Kollege - dessen pointierte Bemerkungen ich in diesem Forum leider seit mehreren Jahren schon sehr vermisse;-))

Gruss