Ich hoffe die gleiche Frage ist nicht schon einmal gestellt worden: Wie steht es mit dem Verhältnis zwischen den beiden Bachelor Vorlesungen von Frank Krysiak?
Es ist ja schon aus dem Titel ersichtlich, dass es sich bei Ressourcenökonomie um Ressourcennutzung dreht und bei Umweltökonomie allgemein um Umweltökonomie. Und trotzdem ist es für mich nicht ganz klar, für welche ich mich entscheiden soll, da ich als Phil.Hist.-Student nur eine tiefe Anzahl Kreditpunkte zu verteilen habe und ich gerne eine Vorlesung in dem Bereich besuchen würde...
Hat jemand schon beide besucht?
Die Ressourcenökonomie ist viel mit Computerübungen, in der Umweltökonomie gibt es "normale" Übungen.
Umweltökonomie: Die Vorlesung setzt viel voraus für jemanden, der nicht reiner Ökonome ist. Es geht im Prinzip um Externalitäten sprich Emissionen und wie man die national und international geregelt kriegt, oder auch nicht.
Kenntnisse in Mikroökonomie (Hicks, Cournot-GG, Wettbewerb, Elastizitäten, Nutzenfunktionen, Wohlfahrtsbetrachtungen) bzw. Mathe (Ableitungen, Gleichungssysteme, Optimierungsprobleme, Lagrange) sind schon erforderlich. In der Vorlesung wird schlecht erklärt und in den Übungen solltest du alles selbst nachvollziehen können. Ökonomische Grundlagen werden nicht mehr erklärt, was man lernt sind einfach die Umweltökonomischen Modelle.
Mehr kann ich dazu noch nicht sagen, da ich die Prüfung noch nicht hatte.
Ressourcenökonomie wollte ich eigentlich auch nehmen, aber momentan bin ich zu stark abgeneigt, nochmals eine Vorlesung bei Krysiak zu nehmen.
Ich denke du solltest dir mal die Folien und Übungen kurz anschauen, damit du einen Eindruck kriegst wie das Fach ist.
Grüsse
Klingt nach einer ziemlich schlechten Vorlesung?!
Herzlichen Dank aber für die ausführliche Antwort!
Im Prinzip geht es also bei der Umweltökonomie vor allem um negative Externalitäten, bei der Ressourcenökonomie um Ressourcennutzung. Im mittelfristigen Lehrplan wird die Umweltökonomie ja vor der Ressourcenökonomie angesetzt, tendenziell ist wohl zu erwarten, dass Ressourcenökonomie eher noch schwieriger zu meistern ist, oder nicht?
Bis ich Umweltökonomie belegen würde, wären VWL 1, Intermediate Micro sowie Mathe 1 bestanden, die von dir beschriebenen Kenntnisse sollten also (zumindest theoretisch) vorhanden sein.
Andere Erfahrungen?
Ja mit diesen Voraussetzungen hättest du keine Nachteile mehr (Spieltheorie kommt zwar auch vor aber nur am Rande)
Ich kenne Leute, welche die Ressourcenökonomie vor der Umweltökonomie gemacht haben. Dabei waren genügende und ungenügende Prüfungsresultate.
Im Prinzip ist die Umweltökonomie schon interessant als Fach an und für sich. Ich finde einfach die Folien von Krysiak recht schlecht. Er redet z.B 2 Doppelstunden über nur 6 Folien. Ich war immer da und selbst das heisst nicht, dass man die Übungen lösen kann. Wir hinkten eigentlich das ganze Semester über den Übungen hinten nach. Wenn man zuerst die Übung machen muss, bevor man die Theorie gehört hat, ist das irgendwann recht frustend.
Die ganzen Grafiken und Modelle stehen nicht auf den Vorlesungsfolien und werden mit Kreide an die Tafel gezeichnet. Schnelle, langphrasige Erklärungen erfolgen vom Dozenten während du die Grafiken abzeichnen musst. Zeit für Notizen sind Mangelware. Zuhause dann selbst nachzuvollziehen, was man jetzt gezeichnet hat, bzw. wo der Ursprung ist, gestaltet sich dann z.T schwierig.
Die Übungsblätter sind eigentlich gut gestaltet und gehen schön nach Thema. Auch die knapp 50 Seitige Theorie im Olat ist gut geschrieben, deckt aber leider nicht die ganze Vorlesung ab.
Im Allgemeinen habe ich aber gehört, dass die Prüfungen recht fair aussehen, d.h es wird von allen Themenbereichen etwas abgefragt, die Aufgaben ähneln den Übungsaufgaben. Die Hälfte der MC-Fragen sollte man durch Vorlesungsbesuche und lesen der Olat-Theorie richtig beantworten können.
Eventuell ist man mit dem Buch gut bedient, dafür reichte aber meine Zeit nie aus.
Wünsche dir viel Erfolg, je nachdem vielleicht ja auch im Ressourcenökonomie nächstes Semester.
(anscheinend am DO von 1400 bis 1800, das werden wohl recht mühsame Donnerstage werden...:D^^ )
Ich finde, dass Krysiak hier sehr schlecht wegkommt. Für Umweltökonomie - sorry ihr da oben - reicht es, wenn man ableiten kann. Die Vorlesung kann man sich getrost sparen, wenn man die Olat-Unterlagen liest. Aber die Vorlesung ist interessant und sicherlich empfehlenswert. Grundlagen der Mikroökonomie sind sicherlich von Vorteil aber keinesfalls notwendig, um das Fach zu bestehen.
Bin mit qwertzu völlig einverstanden.
Ausserdem wird ja zu jedem Aufgaben-Typ quasi ein "Kochrezept" geliefert...
Für mich war es eine der interessantesten Vorlesungen im Bachelor.
Ressourcenöko fand ich auch sehr interessant, aber ich fand die Vorlesung litt ein wenig unter den äusserst öden Übungen. Excel ist zwar nützlich und man sollte das schon beherrschen und es wurde auch gut eingesetzt, aber für eine 3KP-Vorlesung gab das dann schon sehr wenig her..
Und Excel in einer Prüfung schriftlich prüfen ist der grösste Witz.
Wie wurde denn getestet?
Ja, das ist schon himmeltraurig!