Starttipps
ein Umfangreicher Studi-Guide von A-Z
Allgemein - Einführung
Die Quelle des unbegrenzten Wissens ist eröffnet – Herzlich Willkommen an der Uni. Dem Start an der Uni geht wohl jeder mit gemischten Gefühlen entgegen – einerseits freut man sich auf die neue Lebenssituation, die vielen neuen Bekanntschaften, die vielen Freiheiten und nicht zu vergessen die langen Ferien und anderseits weiss man auch nicht so recht was auf einen zukommt.
Aus diesem Grund habe ich diese Anfänger-Tipps verfasst, mit denen wohl einige wichtige Dinge schon mal geklärt werden dürften. Natürlich wird diese nicht vollständig sein und darum gibt es auch unser Forum, in dem ihr eure Fragen stellen könnt (die dann rückwirkend wieder irgendwo hier verbaut werden).
Der Guide ist alphabetisch aufgebaut, d.h. ihr könnt auch zu einzelnen Stichwörtern springen und euch schnell über gerade brennende Punkte informieren.
Nun wünsche ich viel Spass hier beim lesen und an der Uni – geniesst eure Freiheiten aber vergesst dabei nicht zu lernen und die wichtigen Termine (Anmeldungen usw.) einzuhalten!
An- resp. Abwesenheit
Schon bald werdet ihr merken, dass gewisse Mitstudenten (Komilitonen genannt) sich eher als „Hobby“ Studenten betätigen, denn regelmässig zu erscheinen. Diese sind entweder solche, dies bereits zum 2. Mal versuchen oder sie halten es einfach nicht für nötig zu kommen. Es ist jedem frei gestellt, die Vorlesung zu besuchen oder zu Hause selbständig zu lernen – d.h. es gibt keine Anwesenheits Pflicht! Wenn euch eine Vorlesung überhaupt nicht interessiert, dann bleibt und lernt lieber zu Hause. Damit tut ihr euren interessierten Kollegen, den Dozenten und euch selber einen grossen Gefallen, da sie nämlich ungestörter Arbeiten können und ihr mehr Freizeit habt. Welchen Weg ihr wählt, muss jeder für sich selber entscheiden – aber gerade am Anfang empfehle ich die Vorlesungen regelmässig zu besuchen, da man noch nicht abschätzen kann, was prüfungsrelevant ist und was nicht.
Assistenten
Jeder Professor hat seine Assistenten und Hilfsassistenten, kurz: Assis und Hilfsassis. Wenn ihr eine Frage zum Aufbau oder Inhalt einer Vorlesung habt, könnt ihr euch an diese Personen wenden (da die Profs. selten da sind ausser während den Vorlesungen).
Assistenten sind übrigens nicht so inkompetent wie ihr Titel zu glauben macht. Sie sind keine Sekretärinnen, sondern fertig ausgebildete Ökonomen, die entweder an ihrer Doktorarbeit werkeln oder diese schon hinter sich haben, und eine professionelle Laufbahn als Dozent einschlagen wollen (auch das soll's geben). Ihre Büros befinden sich übrigens im WWZ – wer sucht, der findet!
Bücher
Am Anfang jeder Vorlesung geben die Dozenten bekannt, welche Bücher zur Pflichtliteratur gehören, die man unbedingt lesen sollte. Dabei weisen sie auch darauf hin, dass man diese gerade gegenüber im Karger Libri bekommt mit 10% Studentenrabatt. Wieviel sie für diesen Werbespot bekommen, konnte trotz mehrmaligem Nachfragen noch nicht in Erfahrung gebracht werden – Fakt ist: in jeder Buchhandlung bekommt ihr 10% Studentenrabatt auf Semesterliteratur. Der einzige Vorteil von Karger Libri besteht darin, dass die Profs. eine Bestellung aufgeben und darum dort meist alle Bücher im Überfluss vorhanden sind.
Bevor ihr aber mehrere hundert Franken in Bücher investiert, rate ich euch zuerst bei älteren Semestern nach zu fragen, welche überhaupt gebraucht werden! Ich habe immer noch eine Original verschweisste Ausgabe des Schierenbecks... Oftmals sind die Scripte der Dozenten ausführlich genug und die Bücher dienen nur dazu etwas nachzuschauen – dies kann man aber auch in der Bibliothek gratis tun ;-). Bücher kaufen und verkaufen kann man auch im Kleinanzeigenforum, an den Pinwänden von KargerLibri und des WWZ, oder aber im Uni-Markt oder bei Amazon.
Credit Points
Für die einen ein Reizwort, für die anderen Lebensaufgabe à la Schatzsuche nach den „easy Credits“! Diese ominösen Credit Points bekommst du, wenn du die Prüfung zu einer Vorlesung bestanden hast. Dabei gilt >=4.0 als bestanden und <=3.9 als nicht bestanden – Diskussionen um Punkte gibt’s nicht, halbe Punktzahl auch nicht – „Pass or Fail“!
Die Anzahl der CPs wird von den Vorlesungsstunden und dem erwarteten Aufwand abhängig gemacht – als Faustregel gilt: 2 Vorlesungsstunden = 3 Credit Points (dazu zählen auch Tutoriate!).
Ab dem 3. Semester werden diese dann wichtiger, denn du brauchst für den Bachelor 180 CPs - aber diese müssen genau in der richtigen Anzahl je Modul-Bereich gesammelt werden.
The use of English
„Wer nicht Englisch kann und mit Mathematik nichts anzufangen weiss, dem sei der Gang zum Studiensekretariat empfohlen. Dort kann man sich während den ersten 2 Wochen noch auf das Jus-Studium umschreiben lassen“! Dieses Zitat stammt aus dem Munde von Prof. Borner – und hat etwas sehr Wahres!
Pflichtliteratur, Scripte und ergänzende Texte sind oft in Englisch verfasst. Ebenso sind viele Wirtschaftsjournale auf Englisch -Englisch ist nun mal unsere Business Language und für einen echten Wirtschaftler ein MUSS! Natürlich gibt es am Anfang neben der englischen oft auch eine deutsche Fassung der Pflichtliteratur – doch seid gewarnt: je höher das Semester, desto spezifischer die Fachliteratur und desto weniger Übersetzungen gibt’s. Zudem sind die ersten Bücher meist noch in gut verständlichem Englisch und man braucht auch kein Dixi um die Texte zu verstehen. Und umso mehr man auf englisch liest, umso schneller wird man und hat dann später entscheidende Vorteile – darum mein gratis Tipp: alles was Original Englisch ist liest man auch Englisch!
Essen
Auch geistige Arbeit gibt Hunger. Darum ist es gut zu wissen, wo man etwas (gutes) zwischen die Zähne bekommt. Essen kann man z.B. in der Mensa – bei der Geniessbarkeit gehen die Meinungen stark auseinander – am besten selber eine Meinung bilden. In den Cafeterias im Kollegienhaus sowie der UniBibliothek gibt es auch einige Kleinigkeiten. Wer lieber auf Junkfood steht, der kann 2 Stationen mit dem 3er Tram zum Barfüsserplatz fahren und findet dort ein reiches Angebot (McDonalds, Döner Schuppen, Food Court, Cindys, Mister Wong usw). Für weitere Essens-tipps ist noch der Artikel "Mensa-Ersatz Test" zu empfehlen.
Für kleine Snacks und Getränke sei noch der Denner zu empfehlen (50 meter hinter 3er Haltestelle „Universität“) da die man für das gleiche Produkt ein Bruchteil dessen zahlt als man an der Uni dafür löhnt.
Kaffee
Nach den ersten ermüdenden Vorlesung (solls ja zwischendurch geben) werdet ihr sicher einen Muntermacher brauchen! Dafür eignet sich am Besten ein Schwarzer Kaffee mit Extra Zucker (je nach Vorliebe). Diesen findet ihr an folgenden Standorten:
Im WWZ gibt’s im ersten Stock einen (neuen) Selecta Automaten, an dem man für 1.- passablen Automatenkaffee erhält. Wer ein bischen mehr will, gönnt sich im Kollegienhaus am Automaten (bei der Aula) oder in der Cafeteria für 2.- einen Koffeinschub. Ebenfalls 2.- kostet der Kaffee in der Unimensa sowie in der Cafeteria der Unibibliothek. Bei letzterer ist noch zu vermerken, dass man für 2.- auch einen doppelten (in Notfällen auch 3-fachen) Espresso in einer normalen Tasse bekommt (danke ans nicht-merkende Personal). Für die Gourmets ist der Kaffee in der Harmonie (Cappuccino 3.40) oder der Kaffee im Karger Libri zu empfehlen.
Kopieren
Kopieren könnt ihr eigentlich überall für 10 Rappen/Kopie. Kopierer befinden sich in der WWZ Bibliothek, im SKUBA Keller, im Dings Shop (gegenüber Denner) und in der Unibibliothek. Bis auf wenige Ausnahmen (Dings-Shop und 1 Kopierer SKUBA) braucht ihr dafür eine Kopierkarte – diese ist jedoch gratis und übertragbar (also nicht liegen lassen!) Für grössere Kopiermengen (z.B. ganze Scripte) empfiehlt sich die Repro Abteilung im 3. Untergeschoss der Unibibliothek. Falls ihr den Weg dorthin findet und sie zufälligerweise gerade Lust zum Arbeiten und geöffnet haben, werdet ihr viel Freude an den tollen Schnellkopierern haben (bezahlt wird Bar, Mengenrabatt gibt’s keinen).
Laptop
Nice to have – aber nicht zwingend. An der Uni besteht inzwischen ein gutes Wireless Network, über das ihr euch mit einem kleinen Programm (VPN-Client) und eurer Uni-Email Adresse einloggen könnt. So könnt ihr jederzeit surfen, mailen und eine langweilige Vorlesung überbrücken (und am Mittwoch das Hattrick friendly live schauen). Praktisch alle Infos, Vorlesungs-Folien sowie die Prüfungsanmeldung findet ihr online auf der WWZ Homepage. Auch wichtig wird ein Laptop wenn ihr einmal einen Vortrag macht (Powerpoint-Präsentationen) oder eure Semesterarbeiten schreibt. Günstige Angebote für Studenten gibt’s unter www.students.ch oder www.neptun.ethz.ch ! Jedoch wie schon anfangs erwähnt, es ist kein Muss – eher ein wöll)
Lernen ja – aber was?
Während des Semesters empfiehlt es sich, den Stoff der Vorlesung jeweils möglichst regelmässig nachzubereiten (Meine Worte in Gottes Ohr). Auch die angebotenen Übungen sind sinnvoll und liefern oft auch einen Anhaltspunkt, wo die Schwerpunkte gesetzt werden. Tuatoriate sind oftmals wichtiger als die Vorlesung- darum unbedingt besuchen (weiteres unter Tutoriate).
Vor der Prüfung lohnt es sich vorallem die Uebungen nochmals genau zu studieren (es gab schon Prüfungen die praktisch gleich waren!). Auch die angebotenen Probe-Klausuren geben einen guten Überblick über Aussehen und Umfang einer Prüfung. Ältere Prüfungen (die man auch hier findet) sind sicher auch eine willkommene Übungsgelegenheit, jedoch sollte man sich nicht zu fest nur darauf konzentrieren beim Lernen – denn die Professoren wechseln ihre Schwerpunkte und neue Profs. setzen neue Schwerpunkte!
Auch Zusammenfassungen können eine gute Lernhilfe sein, aber auch hier mit Vorbehalt. Zusammenfassungen sind vielleicht nicht vollständig oder sie behandeln andere Themen (da nicht jede Vorlesung immer gleich bleibt).
Lernen ja – aber wie?
Alleine oder gemeinsam – hier scheiden sich die Geister! Wie man persönlich am Besten lernt, muss jeder selber herausfinden. Ich persönlich lerne lieber alleine und tausche mich am Schluss noch in einer Gruppe aus, um Unklarheiten zu beseitigen. Von den Dozenten wird oft empfohlen, eine Lerngruppe zu bilden und gemeinsam zu lernen. Dies kann sicher hilfreich sein, aber auch hier denke ich, dass sich eine Auseinandersetzung mit dem Stoff in der Gruppe nur lohnt, wenn jeder sich damit bereits beschäftigt hat. Ansonsten profitieren immer nur die gleichen und die Lerngruppe wird nicht lange Bestand haben).
Ob man Kärtchen schreibt, Zusammenfassungen anfertigt (und sie auf RealWWZ zur Verfügung stellt!), Mind Maps oder Auflistungen anfertigt ist wiederum sehr persönlich und unterschiedlich – hier gibt’s kein Patentrezept – aber eines Vorweg: Du bist nicht alleine – lernen müssen alle hier!
Lernen ja – aber wo?
Wer gerne alleine und still lernt, dem sei die Unibibliothek empfohlen, oder aber eine der zahlreichen Institutsbibliotheken (Unispital, Soziologie, oder herrlich: Germanistik. Da trifft man auch kaum jemanden, der einen vom lernen abhält!). In der Unibibliothek herrscht absolute Ruhe (und ein herrlicher Mief) und Kommunikation findet nur per Gedankenübertragung oder leisem Flüstern statt. Auch ruhig aber kommunikativer ist die Bibliothek des WWZ. Gemeinsam kann man z.B. in der Cafeteria im Kollegienhaus oder in der Unibibliothek (4.Stock) lernen oder bei gutem Wetter auf der Wiese des Petersplatzes, am Rhein oder in einer Gartenbeiz.
Wer auch am Wochenende gerne lernt, dem sei das ZLF (Zentrum für Lehre und Forschung – hinter dem Bernoullium) oder die Cafeteria des Unispitals empfohlen. Diese haben praktisch 24/7 offen) (jedenfalls annähernd).
Mathematik
Zitat siehe "The use of English"! Mathe ist eine Hilfswissenschaft der Wirtschaftswissenschaften und kommt immer wieder zum Zuge. Darum sind die 2 Mathevorlesungen im ersten Jahr auch keine Schikane, sondern eine wichtige Vorbereitung für später. Je nach Interessengebiet kann man ab dem 3. Semester Mathe auch ein bisschen „umschiffen“ – doch ganz drum herum kommt man nie – in BWL jedoch besser als in VWL. Wer bei Mathe also nur Bahnhof versteht und kein Interesse hat, sich ernsthaft damit auseinander zu setzen, dem sei ein Studiumswechsel wirklich ans Herz gelegt! Ansonsten studiert man möglicherweise ein Jahr umsonst -> siehe Prüfungen. Hart wird's, wenn man Mathe im Bachelor-Aufbaustudium umschifft und trotzdem den Master machen möchte. Die Pflichfächer Advanced Macro, Micro und Econometrics, ohne die sich ein Master nicht erreichen lässt, habens mathematisch wirklich in sich! Manch ein schlauer Ökonom hat schon ein paar Ehrenrunden wegen diesen Fächern gedreht, nur weil er während dem Bachelor zu faul war...
Notizen
Dies ist wohl einer der grössten Unterschiede zur Mittelschule. Während man dort noch wunderbare Arbeitsblätter bekam, bei denen man vielleicht 2-3 Lücken füllen musste, wird man an der Uni nicht mehr so bedient. Hier quasselt irgend einer vorne und man muss sofort herausfiltern, was wichtig ist, dieses notieren und dabei aufpassen, dass man den nächsten Gedankengang nicht verpasst! Hier ist multi-Tasking gefragt – womit ja (wissenschaftlich bewiesen) vor allem Männer Probleme haben) . Aber keine Angst – man gewöhnt sich schnell daran und schon bald hat man den Dreh raus, was wichtig ist! Hilfreich sind dabei auch die Scripts die verteilt werden – diese sind meistens eine ziemlich komplette Kopie der Folien, auf denen man nur noch ergänzende Notizen machen muss.
Ansonsten empfiehlt sich ein bereits gelochter Block (Migros für 2.20 CHF), den man am besten täglich in die richtigen Vorlesungs-Ordner einordnet – so erspart man sich viel Sortier Aufwand und verliert auch nichts (-> sonst gibt’s dann Kopier-Sessions vor den Prüfungen!)
Parties
Studentenparties – schon mal vorweg: haben nicht viel gemeinsam mit den amerikanischen Parties, die man aus dem Fernsehen kennt – sind aber trotzdem oder gerade deswegen die besten Parties. Gerade zu Anfang des Semesters werden von vielen Fakultäten Parties angeboten. An welche man geht ist jedem selber überlassen – Party Animals gehen an möglichst viele (schliesslich studiert man ja auch darum!). Ein absolutes MUSS sind aber alle Parties die von Wirtschaftlern organisiert werden. An diesen knüpft man wertvolle Kontakte mit älteren Semestern, sieht seine Tutoriatsleiter und Assis privat (und betrunken) und feiert zusammen den Homo Economicus (der schon immer ein Party-Animal war!) Und die richtig hart gesottenen gehen am nächsten Morgen gleich direkt in die Vorlesung...
Prüfungen
Prüfungen finden (normalerweise) am Ende jedes Semesters statt und prüfen den Stoff den ihr in einer Vorlesung gelernt habt (dazu gehören auch Bücher, Scripte, „Gesagtes“, Übungen usw). Eine Prüfung dauert meist 2 Stunden und ist zeitlich oft recht knapp auf diese Zeit bemessen. Es gibt auch Prüfungen, die gezielt „zuviel“ wollen – bei denen man für Note 6 aber auch nicht alles beantworten muss. Die meisten Prüfungen bestehen aus 2 Teilen: einem MC (Multiple Choice) Teil und einem offenen Fragen/Aufgaben Teil. Bei den MCs wird vor allem Wissen abgefragt, während man sich bei den offenen Fragen noch mit diesem Wissen praktisch auseinander setzten darf. Falsch beantwortete MCs geben oft Abzug – in diesen Fällen ist es ratsam, nicht zu pokern und lieber gar nichts, als etwas falsches anzukreuzen! Bei den offenen Fragen kann man zeigen, was wirklich in einem steckt – hier gibt es auch keinen Abzug...
Solche Prüfungssituationen bedeuten für viele eine grossen Stress. Darum ist es ratsam, wenn man sich gut vorbereitet – d.h. man überprüft, dass man die Legi dabei hat, genügend Stifte, etwas zu trinken (und zu essen), eine Uhr (Handys sind verboten!), einen nicht programmierbaren Taschenrechner sowie vorher noch auf die Toilette gehen. Dann sollte man nur noch gut gelernt haben und man hat schon so gut wie bestanden.
Wer im Assessment Jahr nicht besteht und das nicht mit anderen Npten ausgleichen kann (wie das geht: siehe Prüfungswegleitung auf der WWZ Homepage), der muss im September nochmals antreten und alle Prüfungen wiederholen, die er nicht bestanden hat. Wer auch diese verhaut ist normalerweise weg vom Fenster – d.h. ist an vielen Universitäten fürs Wirtschaftsstudium gesperrt!
RealWWZ
Das RealWWZ ist die inoffizielle Website der Basler Wirtschafts Studenten. Hier kommst du in Kontakt mit Gleichgesinnten, kannst alle deine Fragen loswerden oder dir Hilfe zu Prüfungen holen. Mehr Infos über RealWWZ findest du auf der Startseite sowie beim "über uns".
Reformen oder "changing of rules during the game"
Reformen sind an der Uni permanent im Gange – wenn mal gerade keine ist, dann bist du schlecht informiert. Es gab wahrscheinlich noch nie einen Studenten der ohne eine Studienreform zu erleben aus der Uni kam. Vor einigen Jahren wurde auf das Bachelor/Master System gewechselt und die Credit Points eingeführt. Und seither wechseln die Vorlesungen praktisch jedes Semester ihre Anzahl CPs, ihre Modulzugehörigkeit usw.! Nicht verwirren lassen und immer auf dem aktuellsten stand bleiben heisst die Devise – und dabei versuchen wir von RealWWZ auch zu helfen.
Scripte
Am Anfang jeder Vorlesung werden meist Scripte zum Kauf angeboten (je nach Umfang zwischen 20.- und 30.-). Diese sind ein MUSS – denn sie erleichtern dir das Notizenschreiben ungemein (ohne hast du kaum eine Chance) und sie sind die wichtigste Lernquelle vor der Prüfung.
Auch werden manchmal Reader (Sammlung von Texten zur Vorlesung) verkauft. Hier rate ich dazu, zuerst z.B. im Forum nachzufragen ob man diese überhaupt braucht oder nicht! Ich habe noch ein paar 1000 Seiten Altpapier-Reader, die ich nie gelesen habe – falls jemand Interesse hat...
Studentenverbindungen
Am Einführungstag wirst du sicher auch einigen sehr seltsam gekleideten Menschen über den Weg laufen. Diese tragen meistens irgendwelche Mittelalterlichen Hüte und Uniformen. Dies sind aber nicht etwa Fasnachts-Cliquen die dich da anwerben wollen, sondern Studentenverbindungen. Ob du einer solchen beitreten möchtest, ist deine Sache. Ich persönlich halte nicht viel davon. Meistens sind es reine Männergruppen (obwohl sie angeblich auch offen für Frauen sind – aber welche Frau geht schon dahin?), deren hauptsächliches Ziel es ist, sich in ihrer Stammbeiz zu betrinken. Kollegen/Kolleginnen und gute Kontakte findest du zu genüge auch anderswo, also was spricht dann noch für diese Verbindungen....
Stundenplan
In den ersten 2 Semestern findest du irgendwo auf der WWZ Homepage auch einen Vorlesungsplan. Ab dem 3. Semester suchst du dir dann deine Vorlesungen selber aus und musst darum auch deinen persönlichen Plan zusammenstellen. Aber sei gewarnt: Bei Vorlesungen ändern sich oft die Zeiten, Tage und Räume! Darum: immer im aktuellen Vorlesungsverzeichnis online nachschauen und die Hinweise auf der WWZ Website zu den einzelnen Vorlesungen beachten (gilt auch für 1. Und 2. Semestrige)!
Testatbuch
Dieses ominöse, nach nichts aussehende Büchlein ist nicht halb so wichtig wie getan wird. Am Anfang des Semester tragt ihr dort eure Vorlesungen ein, die ihr besuchen wollt; klebt eure Etikette drauf und werft das Blatt im Studiensekretariat ein oder schickt es per Post zurück. Diesen Vorgang nennt man übrigens Belegen. Sicher wurde euch auch erzählt, dass ihr bei jedem Prof. eine Unterschrift sammeln müsst -> dies ist absoluter Humbug! Als Wirtschaftswissenschafter müsst ihr das nicht machen (ihr werdet höchstens komisch angeschaut) – alle anderen Studierenden klären dies am besten bei ihrer Fakultät ab.
Tutoriate
Tutoriate sind oftmals wichtiger als die eigentlichen Vorlesungen. Hier setzt du dich in kleineren Gruppen mit dem in der Vorlesung behandelten Stoff auseinander. So findet ein intensives Lernen statt, bei dem du dich auch interaktiv beteiligen kannst und so viel mehr profitierst als beim Frontalunterricht! Oftmals wird in der Vorlesung darauf hingewiesen, welche Übungen im nächsten Tutoriat besprochen werden. Da Übungen (wie schon weiter oben erwähnt) zum Wichtigsten gehören für eine gute Prüfungsvorbereitung, ist es von Vorteil, wenn du diese bereits vor dem Tutoriat löst und ihr diese dann zusammen besprechen könnt. Der Tutoriatsleiter ist meistens ein Student älteren Semesters oder ein Assistent – und damit auch eine ideale Ansprechperson wenn du irgendwelche Fragen zum Stoff oder allgemein Studium hast. Denn diese sind nicht viel „höher“ als du und kennen deine Probleme und das „Student sein“ einiges besser als die zum teil schon „grauen“ Dozenten.
Vorlesungen
Falls eine Vorlesung von 8 – 10 Uhr geht, so beginnt sie, falls nicht explizit anders vermerkt um 8.15 (die sogenannte "Akademische Viertelstunde")! um 9 ist meistens eine Viertelstunde Pause und um 10 ist Schluss (ausser man arbeitet durch – dann ist 9.45 Schluss). Wenn am Schluss eure Komillitonen auf den Tisch klopfen, so sind diese nicht etwa „durchgeknallt“ – nein so bedankt man sich an der Uni beim Prof. für die Vorlesung. Einfach mitklopfen.
Im ersten Jahr gibt es ein Pflichtprogramm an Vorlesungen, die ihr besuchen müsst. Ab dem 3. Semester habt ihr dann mehr Wahlmöglichkeiten und könnt euch euer „Menü“ aus dem Vorlesungsplan zusammenstellen.
Falls ihr mal Lust habt irgend eine andere Vorlesung zu besuchen, so könnt ihr das ohne jegliche Anmeldung machen – einfach rein sitzen und zuhören! Dabei werdet ihr weder schräg angeschaut noch gefragt wieso ihr da seid – alle Vorlesungen stehen jedem interessierten Zuhörer offen .
Zeitung
Zeitung lesen während den Vorlesungen gehört schon fast zum guten Ton. Nein, Spass beiseite – es wird von den meisten Dozenten geduldet und kann dir über langweilige Vorlesungen hinweg helfen (Achtung: Proff. Lengwiler reagiert allerisch!). Sehr beliebt ist auch das Kreuzworträtsel im hinteren Teil der 20Minuten – gut ist wer es jeden Tag komplett lösen kann (am Donnerstag gibt’s auch eines im Baslerstab). Zu beachten ist aber, dass es bei der grossen Menge an Zeitungslesern von Vorteil ist, wenn jeder möglichst leise blättert, da dies sonst zu unnötiger Unruhe führt. Dies braucht ein bisschen Übung, doch man gewöhnt sich schnell daran. Auch ansonsten gibt es keine so strengen Benimm Regeln mehr wie an der Mittelschule – wer Durst hat, der trinkt etwas, hungrige essen ihre Snacks und Kaugummi kauen fördert das Denkvermögen!
Stand: 21.10.2005, Autor: fugee (update: 01.12.08)
Fragen, Unklarheiten oder Kritiken bitte in diesem Thema sammeln oder schreibt mir eine Mail: fragen@realwwz.ch!
Anmerkung von RealWWZ:
Herzlichen Dank Thomas Fäh für diese sensationelle Überarbeitung unserer Anfängertipps! Daraus könnte man ja glatt eine Offline-Broschüre drucken.