Faustregeln für eine optimale Prüfungsvorbereitung

6 neue Antworten [Letzter Beitrag]
Philippe_Gnand
User offline. Last seen 6 Wochen 3 Tage ago. Offline
Joined: 11.09.2002
Beiträge: 21
Points: 0

Begrenzte zeitliche Ressourcen verlangen nach einer effizienten Prüfungsvorbereitung. Welche Faustregeln haben sich bei Euch bezahlt gemacht und welche nicht?

1. "Gute Unterlagen sind die halbe Miete"

--> Gute Unterlagen sind vollständig

--> Prüfungsrelevante Passagen sind markiert

--> Gute Unterlagen haben Notizen zu den Variablen und Fachbegriffen

2. "Weniger ist mehr"

--> Der Prüfungsstoff geht nicht tiefer als die Vorlesung (vergiss was im Buch aber nicht im Skript steht)

--> Kenne die Zusammenhänge und Fachbegriffe und verstehe die zentralen Argumente und deren Anwendungsvarianten (insbesondere die Übungen und alten Prüfungen)

... bitte um Ergänzungen und ggf. um Kritik

Dani Näf
Bild von Dani Näf
User offline. Last seen 2 Stunden 1 Minute ago. Offline
Joined: 11.09.2002
Beiträge: 190
Points: 101
Ich kann dir da nur

Ich kann dir da nur zustimmen. Würde aber noch einen dritten Punkt hinzufügen, der für mich sehr wichtig ist:

3. "Economies of Scale"
--> Pausen machen beim Lernen. 5 Stunden am Stück lernen bringt mir maximal gleich viel wie 2x2h.
--> Den Kopf mal auslüften und in der Prüfungszeit ein paar Stunden pro Woche für Sport und/oder andere Hobbies freihalten.

Beides ist natürlich sehr unterschiedlich von Lerntyp zu Lerntyp. Ich fahre damit aber nicht schlecht :-)

Philippe_Gnand
User offline. Last seen 6 Wochen 3 Tage ago. Offline
Joined: 11.09.2002
Beiträge: 21
Points: 0
gute Belohnungen nach den

gute Belohnungen nach den Prüfungen wirken ebenfalls motivierend ;)

nweti
User offline. Last seen 32 Wochen 3 Tage ago. Offline
Joined: 25.10.2009
Beiträge: 1
Points: 0
AW: Faustregeln für eine optimale Prüfungsvorbereitung

wann sollte man denn etwa mit dem lernen beginnen? ein monat zuvor?

Dani Näf
Bild von Dani Näf
User offline. Last seen 2 Stunden 1 Minute ago. Offline
Joined: 11.09.2002
Beiträge: 190
Points: 101
AW: Faustregeln für eine optimale Prüfungsvorbereitung

Je nach Vorlesung, Anzahl der Prüfungen und Wissensstand. Wichtigster Punkt: dein Ziel! Es spielt eine grosse Rolle, ob du alles begreifen oder einfach die Prüfung bestehen willst.

Ich kann dir meine Rechnung während des Bachelorstudiums (für ca. 4.5 im Schnitt) geben (natürlich ohne Gewähr):

6 KP-Prüfung:
- Wenn ich unter dem Semester einigermassen mitgearbeitet habe: 3 Tage bis 1 Woche vor der/pro Prüfung.
- Wenn ich unter dem Semester nichts gemacht habe: 1 bis 2 Wochen.
- Es gibt da natürlich immer Ausnahmen: für HRM bei Beckmann reichen auch mal 1.5 Tage ohne Vorbereitung. Für z.B. Adv Micro (Master) oder Aussenwirtschaft brauche ich immer min. 2 Wochen.

3 KP-Prüfung
- Mit Mitarbeit: 1 bis 3 Tage vor/pro Prüfung
- Ohne: 3 Tage.

Grundsätzlich ist früher mit dem Lernen zu beginnen natürlich immer besser. ABER: die Motivation muss stimmen und auch lange genug anhalten. Das dümmste was dir passieren kann ist, wenn du kurz vor den Prüfungen nach einem mehrwöchigen Lernmarathon in ein tiefes Motivationsloch fällst. Ich bin aus diesem Grund eher der Typ für kurze und einigermassen intensive Lernphasen ...

********
Daniel Näf
Management RealWWZ
RealWWZ auf Facebook!

Marty Bishop
User offline. Last seen 2 Tage 9 Stunden ago. Offline
Joined: 26.12.2008
Beiträge: 57
Points: 0
AW: Faustregeln für eine optimale Prüfungsvorbereitung

Da der arme Investment-Banker wieder mal spätabends auf Markup des Chefs warten muss hier auch noch mein Senf zu diesem Thema;-)
Meine letzten Uniprüfungen sind zwar schon ne Weile her (Sommer 2007) allerdings war meine Unizeit zu schön, als dass ich mir erlauben würde irgendwas zu vergessen!

1. Lern-Locations. Ich habe stets an mehreren Orten gelernt (zeitgleich bedingt durch meine Schizophr.): UB (und zwar oben im Rondell, hinten im Glaskasten unten im Hauptsaal, alternierend), in meiner Einzimmerwohnung, im Zeitschriften-Lesesaal (tief in den Katakomben), bisweilen bei meinen Eltern auf dem Land, am Arbeitsplatz, mit Kollegen im alten WWZ am Whiteboard (wenn es nicht von denn werten Herren Bo/St besetzt war (Fabbri wird wissen, wen ich meine;-)), am wunderschönen St. Alban-Rheinufer usw. Nichts ist schlimmer, als tagein, tagaus an die gleiche weisse Wand zu starren.

2. Lernmethoden. Stieres Auswendiglernen, indem man stundenlang ein Buch bloss mit den Augen verschlingt, nützt meiner Meinung nach wenig bis gar nichts. Man sollte jeden Satz, in dem etwas materiell wichtiges steht anders bearbeiten als bloss zu lesen: laut mit sich selbst diskutieren (in Bezug auf Kausalität: dieser Sachverhalt führt zu jenem Resultat, was zur Folge hat, dass ...); ein Diagramm aufstellen; einen mathematischen Zusammenhang selbst herleiten oder händisch nachvollziehen; mit Kollegen an einem Whiteboard zeichnen; ...

3. Unterjährig Dranbleiben. Bleibt emotional dem Stoff verbunden während des Semesters. Dies bedeutet nicht, eine Liebesbeziehung aufzubauen. Aber man darf nicht vergessen, dass man als Student eigentlich auch einen Job hat (neben dem unvermeidlichen Studentenjob): und zwar lernen!
Also: wenn BWL: Vorlesung zwar meist unnötig, aber dafür immer wieder mal eine Übung lösen, in eine Tut gehen, etwas auswendig lernen (bei Bruhn mehr bei anderen weniger). Wenn VWL oder Finance: Vorlesung nötig, Sachverhalte und Zusammenhänge nachvollziehen. Wenn man zwei, drei kleinere Zusammenhänge pro Semesterwoche verstanden hat, dann schafft man die Prüfung.

4. Sich ganz dem Stoff widmen in der Vorbereitungs-Zeit auf die Prüfungen; 10 bis 12 Stünder können da sicher zur Regel werden für die normal Schlauen: man muss halt immer und immer wieder die Tuts repetieren, die Modell-Mechanik des Systems nachrechnen usw. Natürlich brauchen die ganz Schlauen weniger Zeit. Aber das sollte ja wohl klar sein.

5. Lachen und Seich machen in der UB nicht vergessen.

6. Lots of coffee in the daytime

7. Love the nightlife

sidi
User offline. Last seen 5 Wochen 1 Tag ago. Offline
Joined: 04.01.2010
Beiträge: 3
Points: 0
AW: Faustregeln für eine optimale Prüfungsvorbereitung

Speziell für die VWL-Vorlesungen gilt: Auswendiglernen bringt in vielen Fällen nichts. Man muss die kausalen Zusammenähnge verstehen, die Logik hinter dem Modell eben.