Work-Life-Balance?

2 neue Antworten [Letzter Beitrag]
the_antagonist
Offline
Beigetreten: 05.12.2008
Beiträge: 1
Points: 0

Habe schon vereinzelte Stimmen gehört die sagen dass die Arbeit als Wirtschaftsprüfer "eine Welt für sich" sei, die dermassen vereinnahmt (Überstunden, Geschäftsreisen, länger Auslandmandate), dass die vielbeschworene Work-Life-Balance rasch aus den Fugen geraten könne.

Besteht in einer solchen Arbeitsumgebung nicht das mittelfristige Risiko von deprimierten und ausgebrannten Mitarbeitern?

ernstandyoung
Bild des Benutzers ernstandyoung
Offline
Beigetreten: 10.12.2008
Beiträge: 31
Points: 0
Eine Welt für sich?

Eine Welt für sich? Vielleicht ja – aber sind das nicht alle Arbeitswelten? Mit Ausnahme vielleicht des Schauspielers oder Musikanten, der seine Familie direkt an seiner Arbeit teilhaben lassen kann, denke ich ist jede Arbeitswelt eine „Welt für sich“. Dies muss allerdings keinen direkten Einfluss auf die ominöse Work-Life-Balance haben. Wichtig ist vor allem, sich nicht nur für das Eine Zeit zu nehmen, sondern die Balance zu halten. Dabei handelt es sich nicht mehrheitlich um eine Dienstleitung des Arbeitgebers, sondern um die persönliche Verantwortlichkeit des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber kann nur/muss die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen (Teilzeitarbeit, Homeoffice, unbezahlter Urlaub…) – was mittlerweile bei allen grösseren Firmen der Fall ist.
Wie bereits unter „Jobkonditionen“ beschrieben ist es als Wirtschaftsprüfer schwieriger, während der Busy Season zu balancieren, dafür umso einfacher während den Sommermonaten. Ich glaube aber nicht, dass diese ungleichmässige Arbeitsbelastung zu Depressionen oder Burn-outs führt. Nicht zu vergessen ist auch, dass unsere Mitarbeiter eine sehr gute und auf dem Arbeitsmarkt beliebte Ausbildung/Studium mitbringen und daher leicht eine neue Aufgabe finden (wir sie also verlieren), sollten sie sich in ihrer Position nicht wohl, zu sehr belastet oder überfordert fühlen.

Liebe Grüsse
Anne