Ich versinke zur Zeit im schlimmsten Motivationsloch meines Studiums und sehe weder den Boden noch den Ausstieg ...
Was soll ich tun? Nicht mal die Aussicht, dass ich Ende des nächsten Semesters problemlos meinen Master in den Händen halten könnte und ich dann für unbestimmte Zeit auf Reisen gehen will kann mich motivieren ... Hiiiilfe!
Wer 1 und 1 zusammenzählen kann merkt auch, dass dieses Posting nur eine weitere Ablenkung ist, um mich nicht mit der Suche nach einem Masterarbeitsthema beschäftigen zu müssen :-P
Vielleicht wärst du mit deiner Frage in einem Psychologenforum an einer besseren Adresse :-)
Fakt ist, dass auch viele Manager Motivationsprobleme haben, darum gibts auch jede Menge "Chaka Chaka"-Motivationstrainer, die Manager in Seminaren über glühende Kohlen laufen lassen...
IMHO hast du zwei Möglichkeiten:
1. Versuch dich selber aus dem Loch zu ziehen. Dazu musst du deinen eigenen Weg finden. Ich würde z.B. einen (realistischen) Zeitplan machen, also lieber etwas zu tief stapeln als unmögliche Pläne aufzustellen, die du nie einhalten kannst - das demotiviert noch mehr. Lieber kleine Schritte, dafür hast du immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, wenn du wieder einen Punkt auf der Liste abhaken kannst.
Du kannst auch versuchen, ein bisschen Abstand zum Lernen/Studium zu gewinnen. Mach mal eine Woche "frei". Geh raus, das Wetter ist z.Z. gut, mach was mit Freunden o.ä. Ich weiss, es ist schwierig, weil man immer ein schlechtes gewissen hat wegen dem Lernen, aber zu Hause rumhocken und nichts zu erreichen demotiviert dich noch viel mehr. Lieber mutig sein, einmal alle Verpflichtungen vergessen und wieder mal das Leben geniessen. Als Student ist es nämlich oft die lange Lernphase, die stark an die Substanz geht, ohne das man das sofort merkt.
2. Nimm ein Semester frei. Du verlierst zwar so ein halbes Jahr, aber das ist immer noch besser, als an der Uni rumzuhocken und ebenfalls ein Jahr zu verlieren. Mach ein Praktikum von 6 Monaten oder arbeite 2-3 Monate etwas, was gar nichts mit Wirtschaft zu tun hat und mach mit dem Geld eine schöne Reise. Dann ist die Zeit auch nicht verloren. Es sieht auch im CV besser aus, wenn du in den 6 Monaten was schlaues gemacht hast (auch längere Reisen als Horizonerweiterung machen sich gut), als ein Semester schlechte Noten.
Ich denke Dein grosses Problem ist, dass Du nicht weisst, was für eine Masterarbeit du schreiben willst. Tipp hierzu: Mach ein Probeabo der "Finanz und Wirtschaft", oder des "Economist" oder sonst eines Blattes und mach mal zwei Wochen nichts anderes als Zeitung lesen. Du wirst überrascht sein, wie viele Themen Du Dir plötzlich vorstellen könntest.
Schau auch, dass Du am Anfang bei deiner Arbeit tiefstapelst. Schlaue Ideen und komplizierte Methodiken kommen mit der Zeit und demotivieren am Anfang nur, weil man sie noch nicht beherrscht.